von Pascal Peglow 09. Oktober 2019

Die Anzahl der Neurodermitis-Erkrankungen nimmt in Deutschland immer stärker zu. Zunehmend mehr Menschen leiden an der Krankheit, die trockene Haut und einen quälenden Juckreiz mit sich bringt. Neue Studien haben jetzt ergeben, dass Cannabis gegen die Symptome helfen kann.

Was ist Neurodermitis eigentlich?

Neurodermitis ist eine entzündliche Hauterkrankung die bei den Betroffenen in Schüben auftritt und zu trockener, juckender Haut führt. Häufig treten die Symptome an der Kopfhaut, im Gesicht oder an den Händen auf. 

Das führt für die Erkrankten nicht nur zu einer Belastung durch die Krankheit, sondern auch zusätzlich psychisch, da viele Menschen den Kontakt zu Betroffenen scheuen. 

Was viele aber dabei nicht wissen: Die Krankheit ist nicht ansteckend. Die Symptome sind eine übermäßige Immunantwort, das heißt man muss genetisch dafür veranlagt sein.

Die Ursachen von Neurodermitis

Bislang sind die genauen Ursachen für eine Erkrankung unbekannt. Bekannt ist nur, dass es eine genetische und vererbbare Veranlagung gibt. Wenn einer der Elternteile an der Krankheit leidet hat das Kind ein etwa 40% höheres Risiko, auch zu erkranken. 

Wenn diese Veranlagung gegeben ist sind unterschiedliche Auslöser für einen Neurodermitis-Schub verantwortlich. Zur Folge hat das, dass das Immunsystem bei eigentlich harmlosen Reizen völlig überreagiert und als Abwehrreaktion eine Entzündung der Haut hervorruft.

Die Symptome je nach Alter

Wie bei den meisten Krankheiten können auch die Symptome von Neurodermitis völlig unterschiedlich sein. Auch das Alter mit dem die Erkrankung eintritt macht dabei einen Unterschied. Bei Kleinkindern beginnt Neurodermitis meist im Gesicht und auf der Kopfhaut, wo sich eine Art Milchschorf bildet, die Arme und Beine können aber genauso betroffen sein. Teils ist sogar der Mundbereich betroffen.

Ein weiteres Typisches Symptom ist eine gerötete und schuppende Haut an den Beugestellen der Extremitäten wie zum Beispiel Ellenbogen, Handgelenken oder den Kniekehlen. 

In vielen Fällen bildet sich die Krankheit im Laufe der Pubertät dann vollständig zurück. Ist das nicht der Fall zeigt sich die Krankheit bei Erwachsenen durch kleine juckende Hautknoten und Verdickungen der Hautstellen. 

Die Diagnose und Behandlung von Neurodermitis

Für eine Diagnose bewertet der Hausarzt die Symptome des Betroffenen nach einigen Kriterien und stuft die Krankheit anschließend auf eine von 4 Stufen ein. Aus dieser Stufe und somit der Stärker der Symptome heraus empfiehlt er dann die passende Behandlungsform.

Für die Diagnose von Neurodermitis müssen dabei 3 der nachfolgenden 4 Hauptkriterien erfüllt sein:

  • massiver und quälender Juckreiz
  • wiederholt oder chronisch auftretende Symptome
  • typisches verteiltes Ekzem
  • atopische Krankheiten wie Asthma oder Pollenallergie

Und eines der Nebenkriterien:

  • Allergietest Positives
  • Erhöhte Anzahl an Ige-Antikörpern im Blut
  • Helle Hautzeichnungen nach chemischen oder mechanischen Hautreizen

Die 4 Stufen der Behandlung von Neurodermitis in der Allgemeinmedizin sind:

Stufe 1: Schübe durch tägliches Anwenden von Cremes und Salben vorbeugen. Auslösefaktoren vermeiden.
Stufe 2: Anwendung von Medikamenten (äußerlich) die das Immunsystem leicht beeinflussen.
Stufe 3: Äußerliche Anwendung von Medikamenten, die stark Immunmodelierend wirken.
Stufe 4: Einnahme von weiteren Medikamenten die auf das Immunsystem wirken, z.B. Kortison.

Die Behandlung mit Cannabinoiden

Bereits im Jahr 2017 haben US-Amerikanische Forscher der University of Colorado Studien zum Thema Neurodermitis und Cannabis ausgewertet und dabei festgestellt, dass Cannabinoide aus der Cannabispflanze, wie z.B. CBD und THC speziell bei juckenden Hautkrankheiten wie Schuppenflechte oder Neurodermitis helfen können.

In einer dieser Studien cremte sich eine kleine Probandengruppe von 21 Menschen 3 Wochen lang täglich mit einer Creme die Cannabinoide enthielt ein. 

Das Ergebnis war erstaunlich. Bei 8 der Patienten war der Juckreiz komplett verschwunden. Die Forscher gehen davon aus, dass die entzündungshemmenden Eigenschaften von Cannabis dafür verantwortlich waren.

Wie können Betroffene Cannabinoide gegen Neurodermitis anwenden?

Verschiedene Öle können gegen den Juckreiz bei Neurodermitis helfen. Dabei kann man z.B. Oliven- oder Mandelöl nutzen, eine alternative ist aber auch die äußerliche Anwendung von Hanfsamenöl. Das ist gerade durch seine ungesättigten Fette dafür bekannt, dass es Entzündungen lindern und somit den Juckreiz verringern kann.

Eine Alternative dazu wäre das auftragen von CBD Öl auf die betroffenen Stellen der Haut. Das Öl kann so die Haut beruhigen ,gleichzeitig Feuchtigkeit spenden und die Entzündungen lindern.

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Pascal Peglow
Pascal Peglow

Pascal ist in einer der Gesellschafter von InstaHaze. Seine Aufgabenbereiche sind die Technische Umsetzung und das Design von InstaHaze. Zuvor hat er sich viel mit Online-Marketing befasst und über ein Jahr hinweg die erfolgreich Facebook Werbeanzeigen für verschiedene Unternehmen geschalten.



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