von Julian Böer 26. Oktober 2019

Was CBD ist haben wir bereits geklärt. Auch die stetig wachsende Beliebtheit ist bereits bekannt. Die CBD Öle, Liquids und andere Produkte finden immer mehr Verbindung zu den Menschen. Das liegt vor allem an der aufklärenden  Forschungsarbeit und den Studien, aber auch an den persönlichen Erfahrungen der Nutzer. Trotzdem gibt es noch einige Mythen und Vorurteile über CBD. Daher verfasse ich heute den Blogbeitrag, um diese Mythen aufzuklären.

1. CBD macht high

Jeder Mensch auf Erden besitzt ein Endocannabinoidsystem (ECS). Es besteht aus Rezeptoren und Verbindungen, welche man Endocannabinoide nennt. Der menschliche Körper produziert selbst Endocannabinoide. Warum wir ein solches System im Körper brauchen, liegt an der Homöostase, die durch dieses durchgeführt wird. So gelingt es uns alles im Gleichgewicht zu halten.

Man kann sich jetzt eigentlich schon selbst erklären, dass wir Cannabinoide von außen durch unser eigenes ECS sehr gut auf nehmen können. Das liegt an den CB1 und CB2 Rezeptoren. THC interagiert sowohl mit dem CB1, als auch mit dem CB2 Rezeptor. Überwiegend geht THC jedoch eine Verbindung mit den CB1 Rezeptoren ein, welche die Mehrheit im Zentralnervensystem und entsprechend auch im Gehirn darstellen. Durch diese Konstellation verursacht THC das bekannte „High“.

CBD dagegen interagiert nur mit den CB2 Rezeptoren, welche überall im Körper zu finden sind. Beispielsweise findet man diese Rezeptoren auch im Magen-Darm-System. Die Hauptfunktion der CB2 Rezeptoren ist es, Entzündungen zu kontrollieren und ihre Entstehung zu hemmen. Man findet die CB2´s auch im Kopf, jedoch in nicht so großer Anzahl. Daher wirkt CBD nicht psychoaktiv und macht nicht "high". Mythos 1 stimmt also nicht.

2. CBD kann nur aus Cannabis gewonnen werden

Man spricht von verschiedenen Cannabis Sorten und Pflanzen. Beispielsweise ist Nutzhanf oder Marihuana sehr bekannt. Aus beiden dieser Pflanzen kann man CBD gewinnen. In Deutschland gibt es jedoch einen großen Unterschied was die Legalität beider Pflanzen angeht. Man darf nur Hanf anpflanzen, welche im EU-Sortenkatalog eingetragen sind.

Es gibt viele verschiedene Marihuanasorten. Darunter befinden sich auch einige, die einen sehr hohen CBD Anteil aufweisen. Trotzdem ist Marihuana in der Bundesrepublik laut Betäubungsmittelgesetz (BtMG) als verbotene Substanz kategorisiert. Hierbei gibt es nur eine Ausnahme, wenn es ein Arzt zu therapeutischen Zwecken verschreibt. Das Verbot beruht vor allem auf dem enthaltenen Cannabinoid THC (Tetrahydrocannabinol).

Das bedeutet für die Hanfbauern in Deutschland, dass nur der zugelassene Hanf, der im EU-Sortenkatalog hinterlegt ist, angebaut werden darf. Des weiteren darf die Pflanze nicht mehr als 0,2 % THC enthalten. Da Hanf außerdem wesentlich einfacher anzubauen ist, stammen alle frei verkäuflichen CBD Produkte in der EU aus Nutzhanf, wodurch Mythos Nummer 2 widerlegt ist.

5 CBD Vorurteile

3. CBD ist nicht legal

Cannabis wurde früher als Nutzpflanze verwendet. Es wurden Seile, Nahrung, Medikamente, Kleidung und so weiter hergestellt. Später kannte man Cannabis nur noch als Droge, wodurch das Bild von der Pflanze sehr schlecht dargestellt wurde. Bei der Rechtslage in Deutschland ist es schwer zu erkennen ob CBD nun legal ist oder nicht, da die Regierung kein klares "Ja" oder "Nein" gibt.

Es gilt, dass CBD legal ist, solange es nicht mehr als 0,2 % THC enthält. Das ist sozusagen der Ausnahmefall des BtmG. Es wurde später aber als Arzneimittel anerkannt. Durch diese Kategorisierung ist eine Diskussion darüber entbrannt, ob das Cannabinoid nun noch ohne Rezept legal sei oder nicht. Medikamente unterliegen in Deutschland nämlich strengen Auflagen und man muss sie Tests unterziehen, um sie zur Behandlung medizinischer Probleme verwenden zu können. Die Produzenten und Bauern argumentieren jedoch so, dass der Arzt auch Vitamine oder Nahrungsergänzungsmittel verschreiben kann, die auch frei verkäuflich sind.

Allerdings gibt es auch EU-weit ein weiteres Problem in Sachen Legalität. In der EU gibt es die Novel Food-Verordnung. Dabei handelt es sich um eine EU-weite Einordnung „neuartiger Lebensmittel“. Unter „neuartig“ versteht man hier jene Lebensmittel, die man vor dem 15. Mai 1997 nicht in einem nennenswerten Umfang für den menschlichen Verzehr verwendet hat. Ob CBD nun unter dieses Gesetz fällt ist noch unklar, da der Antrag noch nicht weiter bearbeitet wurde. Des Weiteren ist der Katalog nicht rechtlich verbindlich.

Heute kann man sagen, dass CBD Öle, Liquids und so weiter legal sind, solange sie den oben genannten Auflagen entsprechen. Man muss aber damit rechen, dass sich die Rechtslage ändern kann. Wir bei InstaHaze werden euch natürlich auf dem Laufenden halten.

4. CBD kann süchtig machen

Ich bin oben schon darauf eigegangen, dass der Ruf von Cannabis sich über die Jahre ziemlich verschlechtert hat. Das liegt vor allem auch daran, dass die Menschen Cannabis mit Alkohol und Nikotin gleichsetzen. Wobei man sagen muss, dass Alkohol viel schädlicher ist, da es ein Nervengift ist.

Ich bin berits auch schon darauf eingegangen, dass der Körper ein eigenes Endocannabinoid System hat. Das bedeutet, dass CBD bzw. Cannabinoide vom Körper selbst produziert werden. Der Körper würde keinen Stoff produzieren, der im selbst schadet.

Auch die Weltgesundheitsorganisation (kurz WHO) hat sich mit dem Thema beschäftigt. In seiner abschließenden Stellungnahme ist die Organisation zum Schluss gekommen, dass CBD nicht gefährlich ist und auch nicht das Potenzial hat, abhängig zu machen. Dies hat man auch in Tierversuchen nachweisen können.

Zu diesem Schluss kam man auch in einer Tierstudie an männlichen Mäusen.

Nun gibt es viele Menschen, die ihre Medikamente gegen CBD eingetauscht haben. Viele setzen die pharmazeutischen Opiate ab, da sie häufig von Nebenwirkungen begleitet werden.

5. CBD hat keinen medizinischen Nutzen

Leider setzen sich die Forscher und Wissenschaftler erst seit kurzem mit dem Thema Cannabis auseinander. Daher existieren noch wenige Studien und wissenschaftliche Belege. Viele Nutzer von CBD sprechen aber über einen positiven Effekt. Auch einige Studien belegen dies.

Am meisten wird CBD angewendet bei Schmerzen und Entzündungen. Natürlich gibt es noch mehrere Bereiche, allerdings sind dies die häufigsten und die mit den meisten Belegen. Es gibt beispielsweise auch Berichte darüber, dass CBD bei Spastiken und Epilepsie helfen könnte.

Derzeit erforscht man auch die antipsychotische Wirkung bei Patienten, die unter Schizophrenie leiden. Die entzündungshemmende Wirkung von CBD verwendet man  beispielsweise, um chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, Autoimmunerkrankungen oder etwa Arthritis zu behandeln.

Einige Nutzer berichten auch von einer angstlösenden Wirkung. Außerdem könnte Cannabidiol gegen Übelkeit und verfügt über neuroprotektive Eigenschaften helfen.

Einige gehen auch davon aus, dass CBD zur Vorbeugung gegen Diabetes helfen könnte.

Es lässt sich also sagen, dass CBD viele medizinische Wirkungen haben könnte, welche jedoch derzeit noch nicht alle komplett nachgewiesen sind.

Fazit

Wie ich hier in dem Artikel beschrieben habe liegen die meisten Vorurteile völlig daneben und entstehen durch Unwissenheit. Mir ist es wichtig, dass man genau über solche Themen spricht, da ich für eine volle Akzeptanz von CBD bin. Ich rfahre täglich von Nutzern wie CBD ihrem Leben wieder mehr Qualität verleiht.
Julian Böer
Julian Böer

Ich bin Julian und ich bin einer von den drei Geschäftsführern von InstaHaze. Ich schreibe leidenschaftlich Blogs, solange es um interessante Themen geht!:) Bei InstaHaze bin ich für den B2B Vertrieb und Online Marketing verantwortlich.



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