von Pascal Peglow 19. Oktober 2019

Hanf ist bereits seit mehreren Jahrtausenden eine der wichtigsten Kulturpflanzen. Das liegt nich zuletzt an seinen vielfältigen Einsatzwecken. Seit über 6 Jahrtausenden verrichtet die Pflanze seinen Dienst in den Bereichen der Medizin, Faserstoffen und sogar als Nahrungsmittel. In jedem dieser Teilbereiche kann man unvorstellbar viel mit jedem Teil der Pflanze anfangen.

Schon früh wird Hanf in allen europäischen und asiatischen Ländern angebaut und die Vielzahl der möglichen Anwendungen wird ausgiebig genutzt. Einige Beispiele sind zum Beispiel aus Hanf gefertigte Seile, Segeltücher, Papier, verschiedene Ölprodukte oder sogar Textilien für die Bekleidung. Geschichtlich erinnert man sich zuerst an die Nutzung der Hanf-fasern als Textil für die technische und industrielle Verwendung.

Die Nutzung der Fasern

Kaum einer weiß es, aber das erste Papier wurde aus Hanf hergestellt. Etwa im Jahre 100 v. Chr. ist genau das in China passiert. Allerdings wird die Pflanze nicht erst seit diesem Jahr genutzt. Bereits 2.800 v. Chr. hat das Land schon Seile aus den Fasern gedreht und genutzt. 

Einige Hinweise deuten sogar darauf hin, dass es in diesem Jahrhundert schon Kleidung aus Hanffasern gegeben hat. Das älteste noch erhaltene Hanftextil wird auf ca. 1000 vor Christus geschätzt.

Die absolute Blütezeit der Hanfnutzung war ungefähr im 17. Jahrhundert. In dieser Zeit war die Schifffahrt mit Segelschiffen auf seinem Hochpunkt. Fast alles Textilien die benötigt wurden wurden zu dieser Zeit aus Hanf hergestellt. Egal ob die Segel, Seile, Netze, Flaggen und sogar die Kleidung der Seeleute wurde aus Hanf hergestellt. Die Faserpflanze wurde aufgrund seiner Reißfestigkeit und dem Schutz gegen Nässe sehr geschätzt.

Der Verbrauch war enorm. Jedes größere Schiff hat etwa alle 2 Jahre 50 bis 100 Tonnen Hanffasern für die Wartung benötigt. Das führte dazu, dass bis ins 18. Jahrhundert die Hanffasern zusammen mit ein paar anderen Fasern wie Flachs oder Wolle der wichtigste Rohstoff der Textilindustrie war. 

Warum Hanf anschließend weniger genutzt wurde

Ungefähr im 18. Jahrhundert fing es an. Es wurde zunehmend weniger Hanf genutzt, da man im Laufe der Jahre in allen Bereichen einen Ersatz fand. Bis Ende des 20. Jahrhunderts wurde Hanf leider fast bedeutungslos. Erst jetzt - Anfang des 21. Jahrhunderts steigt das Interesse an der Verwendung von Hanf aufgrund der vielen Vorteile wieder an.

Der Rückgang hat viele verschiedene Ursachen. Die Mechanisierung bzw. Industrialisierung der Baumwollspinnerei hat die Nutzung von Baumwolle als wichtigste Faser stark vorangebracht und Hanf somit unwirtschaftlicher für viele Einsatzzwecke gemacht. Gleichzeitig ist die Fahrt mit Segelschiffen auch stark abgefallen und zunehmend mehr motorisierte Schiffe wurden genutzt, somit hat man auch dort weniger Hanf für Segel etc. benötigt.

Mitte des 19. Jahrhunderts wurde dann die Herstellung von Zellstoffen wie Papier aus Holz erfunden, somit verlor auch dort Hanf seine Verwendung.

Der "Gnadenstoß" für die Hanfindustrie war dann aber die Verwendung von verschiedenen Importfasern wie z.B. Jute oder Sisal aus dem russischen Raum und die synthetischen Fasern im 20. Jahrhundert. Somit war Hanf quasi völlig ersetzt worden.

Prohibition

Eine der Verursacher der Marihuana Prohibition war der starke Hype um den Drogenhanf Anfang und Mitte des Jahrhunderts. Dadurch wurde der Anbau von Hanf, egal ob es nun Nutzhanf oder Drogenhanf war, in vielen Ländern verboten und ist es teilweise bis heute noch. Erst kurz vor Beginn des 21. Jahrhunderts wurde in einigen Ländern langsam der Anbau von Nutzhanf wieder legalisiert und somit wurde die Verwendung der Pflanze auch für die Industrie wieder zunehmend interessanter. Derzeit steigt der Hype um die Pflanze immer mehr an, nicht zuletzt wegen der ökologischen und ökonomischen Vorteile. Heutzutage werden sogar die Samen der Pflanze weiterverarbeitet und z.B. zu Hanfsamenöl verarbeitet.

Fazit

Eigentlich hat die Menschheit das Potenzial von Hanf schon sehr früh erkannt und es mittlerweile glücklicherweise wieder gefunden. Aufgrund der Industrialisierung und vielleicht teilweise auch der Profitgier der Menschen wurde für einige Zeit vergessen, was für enorme Vorteile die Pflanze für nahezu alle Bereiche in denen sie eingesetzt werden kann eigentlich bietet. 

Wir können auf jeden Fall gespannt auf die nächsten Jahre sein, denn mit Sicherheit wird sich die Faserpflanze wieder mehr etablieren, was sehr viel positives für unsere Natur und Welt im allgemeinen bringen kann.

 

Falls du mehr über das Thema CBD erfahren möchtest oder du dich gerne darüber austauschen wollen würdest, kannst du gerne in unsere Facebook-Gruppe kommen. Dort kannst du dich mit anderen Nutzern austauschen die vielleicht auch schon erfahrener mit der Einnahme sind. Dort kannst du dir wertvolle Tipps holen & dich einfach generell über das Thema austauschen. Wir freuen uns über jeden, der ein Teil der Facebook-Gruppe werden möchte! 

Pascal Peglow
Pascal Peglow

Pascal ist in einer der Gesellschafter von InstaHaze. Seine Aufgabenbereiche sind die Technische Umsetzung und das Design von InstaHaze. Zuvor hat er sich viel mit Online-Marketing befasst und über ein Jahr hinweg erfolgreich die Facebook Werbeanzeigen für verschiedene Unternehmen geschalten und somit im Online-Marketing Erfahrungen gesammelt.



Andere Blogartikel zum Thema

Cannabis zählt als Medikament - Wieso ist das so?
Cannabis zählt als Medikament - Wieso ist das so?

von Pascal Peglow 09. November 2019

In Deutschland ist Cannabis schon seit 2017 als Medikament zugelassen und es kann von Ärzten bei verschiedenen Krankheitsbildern verschrieben werden. Auch die Kostenübernahme durch die Krankenkasse ist mittlerweile möglich.
Vollständigen Artikel anzeigen
InstaHaze - Die 5 häufigsten Mythen über CBD widerlegt
Die 5 häufigsten Mythen über CBD widerlegt

von Julian Böer 26. Oktober 2019

Jeder Mensch auf Erden besitzt ein Endocannabinoidsystem (ECS). Es besteht aus Rezeptoren und Verbindungen, welche man Endocannabinoide nennt. Der menschliche Körper produziert selbst Endocannabinoide. Warum wir ein solches System im Körper brauchen, liegt an der Homöostase, die durch dieses durchgeführt wird. So gelingt es uns alles im Gleichgewicht zu halten.
Vollständigen Artikel anzeigen
InstaHaze - CBD Öl bei einer Grippe
CBD Öl bei einer Grippe

von Julian Böer 16. Oktober 2019

Jeder kennt die Symptome einer Grippe. Die Nase läuft, ein Kratzen im Hals und meistens auch noch Fieber dazu. Na super, die Erkältung setzt ein und man fühlt sich schlapp. 
Die meisten rennen jetzt zur Apotheke und kaufen sich Hustenstiller und Nasenspray. Oft auch werden richtige “Chemiehämmer” gekauft.
Vollständigen Artikel anzeigen

Bleibe auf dem neuesten Stand!