von Matthias Feil 23. Juli 2019

Cannabis wird schon seit Jahrhunderten in der allgemeinen Medizin eingesetzt. Durch die Vielzahl an Anwendungsbereichen ist diese Heilpflanze eine wirklich einzigartige Schöpfung der Natur. Heute geht es um die Verbotsgeschichte von Cannabis.

Die Geschichte

Leider ist diese Pflanze im letzten Jahrhundert immer mehr in Verruf gekommen. Doch wieso eigentlich? Machen wir einen kurzen Ausflug in die Geschichte des Cannabis-Verbots.

Bis 1872 war der Konsum der Cannabispflanze in Deutschland völlig unreguliert. Die „Verordnung betreffend den Verkehr mit Apothekerwaren“ erlassen vom ersten Deutschen Kaiser Willhelm brachte dann erstmals eine Regulierung zum Gebrauch von Cannabis in Deutschland. Ab diesem Punkt durften diese Pflanze & weitere Stoffe nur noch in der Apotheke verkauft werden.

Bis vor 147 Jahren durfte diese Pflanze also noch völlig unreguliert in Deutschland für den eigenen Verbrauch verwendet werden. Speziell im 19. Jahrhundert wurde Cannabis vermehrt in der Medizin eingesetzt. Zwischen den Jahren 1850 und 1950 gab es in Europa über 100 unterschiedliche Cannabispräparate.

Dabei fanden sich folgende Anwendungsbereiche:

• Kopfschmerzen/Migräne

• Neuralgien

• Rheuma

• Epilepsie

• Krämpfe

• Husten/Asthma

• Unruhezustände/Angstzustände

• Schlafstörungen

Von strengeren Gesetzen oder Strafen Sprach zu diesem Zeitpunkt aber noch niemand.

Am 1. Februar gründete sich dann die Internationale Opiumkommission Shanghai. Neben Frankreich und den Vereinigten Staaten von Amerika war auch Deuschland und 11 weitere Nationen daran Beteiligt. Cannabis spielte zu diesem Zeitpunkt noch absolut keine Rolle. Sinn der Kommission war es, das Rauschmittel Opium zu verbieten.

Das Verbotsgesetz

Erst 2 Jahre später also im Jahre 1911 bis 1912 wurde, aufgrund eines Vorschlags von Italien, dann erstmals über ein Verbot von Cannabis diskutiert. Es sollte neben den Drogen Kokain, Morphin und Opium verboten werden. Somit sollten Anbau, Besitz und Handel dieser Substanzen unter Strafe gesetzt werden. Bevor dies aber beschlossen wurde zog Italien seinen Antrag zurück. Bis da hin war der Konsum von Cannabis in Deutschland weiter unbekannt. Es wurde lediglich in der Medizin eingesetzt.

12 Jahre später treibt Ägypten die Verbotsdebatte doch weitere voran. In Ägypten und weiteren Arabischen Ländern war der Konsum weit verbreitet. Unter anderem auch aus Tradition.

Die Länder Ägypten, Griechenland, Frankreich, Türkei, Japan und die USA stimmen für ein Verbot. Indien, Großbritannien und die Niederlande stimmen jedoch dagegen. Da der Cannabiskonsum zu dieser Zeit aber in Europa nicht weit verbreitet ist war Deutschland nicht im „Cannabisunterausschuss“ vertreten. Da Cannabis dort kaum eine Rolle spielte wurden auch Gesundheitliche Gefahren kaum diskutiert.

Durch dieses Abkommen wurde Deutschland dazu gezwungen „wirksame Gesetze oder Vorschriften zu erlassen, um Herstellung, Einfuhr, Verkauf, Vertrieb, Ausfuhr und Verwendung der Stoffe […] ausschließlich auf medizinische und wissenschaftliche Zwecke zu beschränken.“

Somit beschließt der deutsche Reichstag am 10. Dezember 1929 das „Gesetz über den Verkehr mit Betäubungsmitteln (Opiumgesetz)“ den Vorgänger des BTMG (Betäubungsmittelgesetz)

In diesem Gesetz wurde Cannabis erstmals in der Deutschen Geschichte als Strafbar erwähnt.

Das „Opiumgesetz“ wird dann am 42 Jahre später, also am 22. Dezember 1971 zum „Betäubungsmittelgesetz“ umgewandelt.

Sei diesem Zeitpunkt treten immer mal wieder kleinere Änderungen im Gesetzestext vor, im Kern bleibt dieses aber gleich. Anbau, Handel, Kauf und Besitz von Cannabis sind in Deutschland strafbar.

Im Jahre 2007 wurde dann erstmals wieder eine Ausnahmegenehmigung vom BtmG zum medizinischen Besitz von Cannabisblüten aus der Apotheke erteilt. Die Kostenübernahme der Krankenkasse war zu diesem Zeitpunkt aber leider noch kaum machbar. Nach dieser Regelung traten immer mal wieder kleinere Änderungen vor, jedoch war es trotz allem für Patienten nach wie vor sehr schwer, sich diese heilsame Medizin zu Nutze zu machen.

Erst im Januar 2017 wurde dann Cannabis als Medizin per Gesetz in Deutschland erlaubt. Damit wurde auch die Kostenübernahme durch die Krankenkassen geregelt.

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Matthias Feil
Matthias Feil

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