von Julian Böer 02. Oktober 2019

Die Hanfpflanze ist ziemlich reich an pflanzlichen Inhaltsstoffen und zu dem auch ziemlich komplex aufgebaut. Die wesentlichen Inhaltsstoffe sind Cannabinoide, Flavonoide, Terpene und Antioxidantien. Der Körper hat ein eigenes Endocannabinoid System, zu denen auch die Cannabinoid Rezeptoren zählen. Diese sind im Körper angeordnet und interagieren mit den vom Körper selbst hergestellten, wie auch mit den von außen zugeführten, Cannabinoiden, den Phytocannabinoiden. Bis jetzt weiß man sicher nicht alles über das körpereigne Endocannabinoid-System, jedoch ist den Wissenschaftlern klar, dass die Cannabinoid Rezeptoren CB1 und CB2 mit dem Körper interagieren und diesen beeinflussen können.

Wofür sind die Cannabinoid Rezeptoren zuständig?

Das Endocannabinoid System besitzt mehrere Bestandteile, welche alle eine Funktion haben. Die Cannabinoid Rezeptoren sind hierbei die "ausführenden" Aktionspunkte. Sie sitzen überall im Körper (Gehirn, Nervenzellen) und können verschiedene Botenstoffe stimulieren. Diese haben dann Auswirkungen auf Schmerzen, Schlaf und das allgemeine Wohlbefinden.

Das besondere an dem Endocannabinoid System ist, dass der Körper selbst Endocannabinoide produziert. Somit reagiert er auch so gut auf von außen hinzugeführte Cannabinoide. Wenn der Körper beispielsweise nicht ausgeglichen ist, produziert er weniger. Dies heißt, dass dann Cannabinoide von außen zugeführt werden müssen, sodass die Rezeptoren mit ausreichend Cannabinoiden versorgt werden und Prozesse im Körper so reguliert bzw. harmonisiert werden können.

Wie versorgen sich die Rezeptoren?

Man unterscheidet im wesentlichen endogene und exogene Cannabinoide. Endogene Cannabinoide werden vom Körper selbst produziert. Dies leitet sich auch aus „Endo“ ab und bedeutet „seinen Ursprung im Körper habend“. Sie tragen die Verantwortung für Schlaf, Schmerzen und auch den Appetit.

Die exogenen Cannabinoide werden von aus zugeführt. Also über die nahrung. Dabei sind sie vor allem in Cannabis vorhanden, wie etwa CBD oder THC. Werden diese aufgenommen, sprechen sie die CB1 und CB2 Rezeptoren an und haben einen psychologischen wie auch physischen Effekt auf den Körper.

Die Endocannabinoide

Endocannabinoide werden vom Körper produziert und bilden sich aus den Körperfettsäuren, wie beispielsweise aus der Omega-3-Fettsäure.

Die bekanntesten Endocannabinoide sind:

Anandamid: Das erste Cannabinoid, dass entdeckt wurde war Anandamid. Die Wissenschaftler wählten den Namen "Ananda", welcher so viel bedeutet wie Glückseligkeit. Insbesondere bei der Regulierung von Schmerzen und des Appetits spielt Anandamid eine große Rolle.

2-Arachidonylglycerol: Dieses Endocannabinoid ist ebenfalls ein körpereigenes, was beide Rezeptoren stimuliert und reguliert. Forscher stellten fest, dass es bei Ratten in der Lunge, der Leber, der Milz sowie in den Nieren und im Gehirn vorhanden ist.

Man kann Endocannabinoide schon als temporäre Neurotransmitter bezeichen. Sie werden erst synthetisiert, wenn der Körper sie wirklich braucht. Es muss noch viel erforscht werden, was das Endocannabinoid System betrifft. Dennoch ist der Wissenschaftler Ethan Russo davon überzeugt, dass eine gestörte Endocannabinoid Produktion im Körper die Ursache für viele Krankheiten ist. Er schließt außerdem nicht aus, dass ein Zusammenhang zwischen Schmerzen und der Erkrankung Fibromyalgie sowie dem Endocannabinoid System vorhanden ist.

CB1 und CB2 Rezeptoren

Die Exogenen Cannabinoide

Die exogenen Cannabinoide sind das Gegenteil von Endocannabinoiden. Sie werden nicht vom Körper selbst hergestellt. Die bekanntesten sind THC und CBD. Dadurch, dass die exogenen Cannabinoide mit den CB1 und CB2 Rezeptoren interagieren, wird das körpereigene Cannabinoid-System angeregt und arbeitet wesentlich effizienter.

Wer kennt sie nicht?

CBD: CBD ist das legale Cannabinoid, welches keinerlei psychoaktive Wirkungen hat. Außerdem gilt es vor allem als Hemmstoff, damit der Abbau von Anandamid verringert bzw. verhindert wird. CBD kann sehr vielseitig eingesetzt werden. Vor allem in der Behandlung gegen Krankheiten, wie Epilepsie, Migräne, Schmerzen, Angststörungen und so weiter, hat es bereits seinen Gefallen bei den Menschen gefunden.

THC: Dieses Cannabinoid ist in Deutschland illegal und hat eine psychoaktive Wirkung. Es dockt hauptsächlich an den CB1 Rezeptor an und wird häufig gegen Schmerze, Appetitlosigkeit, Asthma verwendet. Wird es gemeinsam mit CBD eingenommen, hat THC sogar eine symbiotische Wirkung auf den Körper und den Organismus.

Die CB1 Rezeptoren

Die CB1 Rezeptoren waren die ersten Rezeptoren, die entdeckt wurden, die im Zusammenhang mit den Cannabinoiden stehen. Erst 1990 wurden die Rezeptoren entdeckt und es wurde herausgefunden, dass sie nicht nur im Gehirn sitzen, sondern auch in allen anderen Organen. Der CB1 Rezeptor bindet vor allem THC an sich und ist für das Gedächtnis, die Stimmung, den Appetit, den Schlaf wie auch die Schmerzen verantwortlich. Dies heißt, dass der CB1 Rezeptor vor allem bei chronischen Schmerzen und Depressionen wichtig ist und Botenstoffe aussendet, die diese Symptome unterdrücken.

Die CB2 Rezeptoren

Die CB2 Rezeptoren wurden erst 1993 entdeckt. Man fand heraus, dass sie mehr in den Organen zu finden sind, unter anderem auch im Magen-Darm-System. Ebenfalls sind sie auch im Gehirn zu finden, jedoch in nicht so großer Zahl wie die CB1 Rezeptoren.

Die Rezeptoren kümmern sich im Körper eher um Entzündungen, und darum diese zu hemmen. Entzündungen sind an sich nichts schlechtes, da es eine Schutzfunktion des Körpers ist. Manchmal meint es der Körper allerdings zu gut mit uns und die Entzündung breitet sich schnell aus. Mit Zusammenarbeit von Cannabinoiden und den CB2 Rezeptoren können diese Entzündungen dann gehemmt werden, damit sie sich nicht weiter ausbreiten.

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Julian Böer
Julian Böer

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