von Julian Böer 19.March.2020

Leider hat Hanf noch immer einen schlechten Ruf in der Gesellschaft. Das liegt vor allem daran, dass sie zu berauschen missbraucht wurde. Allerdings wird Hanf wird immer mehr in der Medizin und Industrie eingesetzt. Heute geht es um 10 Fakten, die Du noch nicht wusstest.


Inhaltsverzeichnis:

  1. Hanf - Eine der ältesten Pflanzen
  2. Hanf gegen die Abholzung
  3. Die Hanfpflanze kann die Umwelt reinigen
  4. Hanfsamen enthalten viele wichtige Nährstoffe
  5. Hanf kann zum Autobau verwendet werden
  6. Als Kunststoff Alternative
  7. Der beste Stofflieferant
  8. Hanf als Treibstoff
  9. Der Hanfanbau war Pflicht
  10. Hanf zur Behandlung von Krankheiten.

1. Hanf - Eine der ältesten Pflanzen

Der Hanfanbau hat schon sehr früh in der Geschichte begonnen. Man geht davon aus, dass es eine der ältesten Pflanzen ist, die für Kleidung und Textilien verwendet wurde. Archäologen haben sogar Überreste von Hanfstoffen im antiken Mesopotamien gefunden, die in etwa aus dem Jahr 8.000 v.Chr stammen. 

Das liegt nich zuletzt an seinen vielfältigen Einsatzwecken. Seit über 6 Jahrtausenden verrichtet die Pflanze ihren Dienst in den Bereichen der Medizin, Faserstoffen und sogar als Nahrungsmittel. In jedem dieser Teilbereiche kann man unvorstellbar viel mit jedem Teil der Pflanze anfangen.

2. Hanf gegen die Abholzung

Bäume wachsen bekanntlich sehr langsam, so kommt man nicht hinterher mit dem nachpflanzen. Hanf bietet hier eine Alternative, da man daraus ebenfalls Papier und andere Produkte herstellen kann.

Im frühen Jahrhundert, wurde die erste Bibel und die Unabhängigkeitserklärung auf Hanfpapier geschrieben. Durch die Benutzung von Hanf könnte man außerdem die Wälder retten – ein einzelner Hektar Hanf kann nämlich die gleiche Papiermenge produzieren wie vier Hektar Bäume.

Die Hanfpflanze erklärt

3. Die Hanfpflanze kann die Umwelt reinigen

Eine so kleine Pflanze kann die Umwelt retten? Ja das kann sie! Schuld an der Klimaerwärmung ist unter anderem ein hoher CO2 (Kohlenstoffdioxid) Anteil in der Luft. Beim Anbau von Hanf wird die Luft extrem gut gefiltert, da Hanf eine große Menge an CO2 aufnehmen kann.

Außerdem wächst Hanf in einem Zyklus von 12-14 Wochen und kann daher oft neu angebaut werden. Hanf entfernt sogar Giftstoffe und radioaktive Chemikalien aus dem Boden! Wissenschaftler pflanzten Hanf nach der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl und fanden heraus, dass der Hanf radioaktive Teilchen aus den Böden entfernen konnte.

4. Hanfsamen enthalten viele wichtige Nährstoffe

Jeder kennt Chiasamen und Flachs. Vor allem in der Sportszene sind die beiden Samen sehr beliebt. Sie enthalten viele wichtige Nährstoffe und werden beide auch als SuperFood bezeichnet.

Jedoch haben Hanfsamen noch weitaus mehr Nährstoffe. Die Hanfsamen enthalten Vitamin A, B, D und E. Sogar alle wichtigen Nährstoffe wie Protein, Mineralien und wichtige Fettsäuren sind enthalten.

Des Weiteren zeichnet sich Hanf durch eine starke antibakterielle, entzündungshemmende, antioxidative und antimikrobielle Wirkung aus, die ihn zu einer medizinischen und wissenschaftlichen Sensation machen. Die Samen habe einen hohen Anteil an Omega 3 und 6 Fettsäuren, welche beide sehr gesund sind.

5. Hanf kann zum Autobau verwendet werden

Im Jahre 1941 stellte Henry Ford ein Auto aus Sojabohnen, Hanf und Kunststoffen vor. Es war leichter als Stahl und hielt einem Aufprall besser stand als Autos aus Stahl.

Hanf war außerdem beliebt für Wohngebäude, da er fäulnisfrei, schädlingsfrei, schimmelfrei und feuerresistent ist. Er kann bis zu 500 Jahre halten. Inzwischen gibt es schon einige Konzepte für Häuser aus Hanf.

Leider wurde dies noch nicht wirklich durchgesetzt, da die Regierung nach wie vor gegen den Anbau und Verwendung ist. Hoffentlich wendet sich das Blatt bald.

6. Als Kunststoff Alternative

Da Hanf einen hohen Zelluloseanteil hat, kann man sogar Kunststoff aus Hanf herstellen. Der Kunststoff, wie wir ihn kennen ist aus Erdölbasis hergestellt, welche wesentlich günstiger ist. Allerdings hat Hanf-Kunststoff trotzdem mehr Vorteile. Hanf ist eine nachhaltigere Wahl, da er biologisch abbaubar und ungiftig ist und außerdem lange hält.

Mercedes Benz nutzt für Innenverkleidungen schon Hanfrohstoffe, um der Umweltverschmutzung entgegen zu wirken. Mittlerweile gibt es viele interessante Start-ups, die die Gelegenheit am Schopf packen und mit der positiven Veränderung des Umweltschutzes Profit machen. Vor allem in Nordamerika sind diese Unternehmen stetig auf dem Vormarsch. 

Podcast über CBD und Cannabis

7. Der beste Stofflieferant

Früher, zu Seefahrer-Zeiten wurde so gut wie alles aus Hanf hergestellt. Segel, Betttücher, Seile, Leinen, Vorhänge, Kleidung, usw. Denkst Du Columbus hätte Amerika entdeckt, wenn es keinen Hanf gegeben hätte? Natürlich nicht, es war die Nutzpflanze schlechthin.

Hanf benötigt im gesamten Herstellungsprozess bedeutend weniger Wasser und Chemikalien als Baumwolle. Dadurch ist der Anbau wesentlich Nachhaltiger und weniger verschwenderisch als bei klassischer Baumwolle.

Im Gegensatz zur von Natur aus bereits weichen Baumwolle sind die Hanf-Fasern in ihrer Ursprungsform allerdings länger, steifer und gröber. Das macht den Bearbeitungsprozess im ersten Moment komplizierter als den von Baumwolle.

Während die Baumwollfasern in einem T-Shirt aus einer weichen Knospe oben auf der Baumwollpflanze stammen sind Hanf-Fasern im langen, festen "Stamm" der Hanfpflanze enthalten.

8. Hanf als Treibstoff

Man kann tatsächlich einen Dieselmotor mit Diesel und Hanföl betreiben. Der Dieselmotorerfinder, wollte zu seiner Zeit den Motor mit Hanföl und anderen pflanzlichen Ölen betreiben.

Da sind wir mal gespannt, was uns die Zukunft bringt. Ich denke Hanf wird hier keinen Einsatz mehr finden, da es immer mehr in Richtung Elektroauto und Brennstoffzelle geht, aber es war doch ein cooler Ansatz!

9. Der Hanfanbau war Pflicht

Der Hanfanbau war in Großbritannien unter den Römern selbstverständlich und setzte sich bis Mitte der 1940er Jahre fort. Im 16. Jahrhundert machte Heinrich VIII. den Hanfanbau sogar zur Pflicht. Er eignete sich vor allem für die Herstellung von Seilen, die damals sehr wichtig waren, vor allem für Schiffe.

10. Hanf zur Behandlung von Krankheiten.

Hanf wird seit Tausenden von Jahren in der Medizin verwendet, aber die Wissenschaft hat erst in den letzten Jahrzehnten intensiv mit dessen Erforschung begonnen.

CBD ist ein Cannabinoid der Hanfpflanze und kann gegen eine Vielzahl an Krankheiten wirken. Es kann eine entzündungshemmende, schmerzlindernde und entspannende Wirkung haben. Es wirkt dabei nicht psychoaktiv und berauscht somit nicht. CBD kommt als mögliche Behandlung für mehr als 20 verschiedene Erkrankungen infrage. 

Mögliche Behandlungsgebiete:

  • Arthritis
  • Akne
  • Alkoholismus
  • chronische Schmerzen
  • Diabetes, Depression
  • Epilepsie
  • MS
  • Parkinson
  • Schizophrenie
  • usw.

Leider wurden die Cannabinoide noch zu wenig erforscht um darüber eine feste Aussage zu treffen. Aber die Forschung rückt immer weiter vor und wir werden sicher bald aufgeklärt sein.

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Julian Böer
Julian Böer

Ich bin Julian und ich bin einer von den drei Geschäftsführern von InstaHaze. Ich schreibe leidenschaftlich Blogs, solange es um interessante Themen geht!:) Bei InstaHaze bin ich für den B2B Vertrieb und Online Marketing verantwortlich.


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