von Pascal Peglow 09. November 2019

In Deutschland ist Cannabis schon seit 2017 als Medikament zugelassen und es kann von Ärzten bei verschiedenen Krankheitsbildern verschrieben werden. Auch die Kostenübernahme durch die Krankenkasse ist mittlerweile möglich.

Beim Verschreiben von Cannabis haben Ärzte im Vergleich zu manchen anderen Medikamenten recht viel Spielraum. Wenn der Arzt es nach seiner Einschätzung als sinnvoll erachtet und es die Symptome des Patienten lindern kann (zum Beispiel bei chronischen Schmerzen, Multiple Sklerose oder Appetitlosigkeit), so kann der Arzt es nach seinem Ermessen verschreiben.

Viele Unklarheiten

Obwohl Hanf und Cannabis in der Gesellschaft immer besser akzeptiert werden ist für die meisten Menschen nach wie vor unklar, was der medizinische Nutzen von Cannabis ist. 

In diesem Blog wollen wir diese Unklarheiten aus dem Weg schaffen und erklären, wie die Hauptwirkstoffe der Cannabispflanze (THC und CBD) auf das Gehirn und den Körper wirken. Gerade wenn du selbst ein Patient bist solltest du dieses Grundwissen haben.

 Cannabis in der Deutschen Medizin

In Deutschland wird Cannabis nicht erst seit 2017 genutzt. Schon lange vorher wurde es bereits erfolgreich in verschiedenen medizinischen Anwendungen eingesetzt. Allerdings war es wirklich schwierig den Medizinalhanf verschrieben zu bekommen. Man brauchte dafür eine Ausnahmegenehmigung die sehr schwierig zu bekommen war, was dazu führte, dass viele Menschen denen Cannabis wohl geholfen hätte leer ausgingen.

Seit der Gesetzesänderung am 10. März 2017 wurde das aber glücklicherweise wesentlich erleichtert. Seither bekommen Patienten ganz einfach ein Betäubungsmittelrezept mit dem sie sich den Medizinalhanf in der Apotheke abholen können, wie jedes andere Medikament auch.

Welche Eigenschaften machen Cannabis zum Medikament?

Das Cannabis aus der Apotheke ist die Blüte der Hanfpflanze, wie man sie ja bereits als Nutzhanf kannte und vielleicht sogar schonmal auf einem der Felder Deutschlands gesehen hat.

Allerdings unterliegt der gesamte Produktionsprozess von Medizinalcannabis den strengen Vorschriften der Pharmaindustrie. Die Pflanzen werden unter ganz bestimmten Bedingungen gezüchtet, sodass das Ergebnis der Ernte immer möglichst perfekt ist, sodass die Blüten als standardisiertes Arzneimittel in der Apotheke verkauft werden können.

Hanf wird schon seit Jahrhunderten in allen Kulturen als Nutz- und Heilpflanze eingesetzt. Die positive Wirkung der Pflanze kommt durch die einmaligen Stoffe, die in ihr zu finden sind - Die sogenannten Cannabinoide. Insgesamt sind bis Heute über 100 verschiedene Cannabinoide bekannt, die in der Pflanze vorkommen. 

Die bekanntesten dieser Cannabinoide sind THC (Tetrahydrocannabinol) und CBD (Cannabidiol) - Die beiden sind die bisher am besten erforschten Cannabinoide der Pflanze. Sie können bei verschiedensten Beschwerden helfen. Einige Beispiele bei denen THC bereits erfolgreich in der Medizin verwendet wird sind:

  • Schmerzen
  • Übelkeit
  • Entzündungen
  • Appetitlosigkeit

Die in der Pflanze enthaltenen Cannabinoide wirken bei der Einnahme direkt auf unser körpereigenes System das verteilt über einen großen Teil des Menschlichen Körpers vorkommt. Das sogenannte Endocannabinoidsystem ist in einer Vielzahl der Prozesse in unserem Körper beteiligt, wie z.B. die Übertragung von "Daten" im Gehirn, Spüren von Schmerzen, Koordination und so weiter. Cannabinoide tragen also im weitesten Sinne zur Gesundheit bei und sorgen für eine innere Stabilität unseres Körpers.

Wie wirken die Cannabinoide auf unseren Körper?

Wenn man es ganz simpel und verständlich ausdrückt braucht unser Körper Cannabinoide um die Kommunikation zwischen den Zellen zu gewährleisten. Hat man einen Mangel im Endocannabinoidsystem kann das schnell zu körperlichen Problemen führen.

Bei der Einnahme von Cannabismedikamenten wie z.B. das Verdampfen von Cannabisblüten oder das Essen von Edibles mit Cannabisöl (mit THC oder CBD) docken die eingenommenen direkt an verschiedene Rezeptoren im Gehirn (CB-1 Rezeptor) und im Körper (CB-2 Rezeptor) an. Je nachdem an welche Rezeptoren sie andocken lösen sie verschiedene Effekte in unserem Endocannabinoidsystem und somit in unserem Körper aus.

Ein gutes Beispiel ist zum Beispiel THC, das an die Rezeptoren im Gehirn andockt, während CBD eher an den CB-2 Rezeptoren in unserem Körper andocken. Dockt also das richtige Cannabinoid an der richtigen Stelle in unserem Körper an, so kann das zu einer heilenden Wirkung führen. So kann THC berauschend wirken und gleichzeitig aber auch Muskelentspannend und Schmerzlindernd. CBD hingegen wirkt nicht berauschend, kann allerdings trotzdem zu einer Muskelentspannenden Wirkung führen.

Pascal Peglow
Pascal Peglow

Pascal ist in einer der Gesellschafter von InstaHaze. Seine Aufgabenbereiche sind die Technische Umsetzung und das Design von InstaHaze. Zuvor hat er sich viel mit Online-Marketing befasst und über ein Jahr hinweg erfolgreich die Facebook Werbeanzeigen für verschiedene Unternehmen geschalten und somit im Online-Marketing Erfahrungen gesammelt.


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