von Julian Böer Juni 17, 2019

Der Wirkstoff CBD ist inzwischen fast allen von uns ein gängiger Begriff. Er ist bekannt für seine positiven Eigenschaften. Wenn man sich etwas genauer informiert, fällt oft auch der Begriff CBDa. Ich möchte heute näher auf die Unterschiede eingehen.


Inhaltsverzeichnis:

  1. Was ist CBDa?
  2. Was ist eine Decarboxylierung?
  3. Wie wirkt CBDa auf unseren Körper?
  4. Der Unterschied zwischen CBD und CBDa

Was ist CBDa?

Biochemisch betrachtet handelt sich um eine sogenannte Carbonsäure. Carbonsäuren sind in der Natur weit verbreitete organische Verbindungen. Ameisen zum Beispiel produzieren Carbonsäuren - Ameisensäure.

Es gibt verschieden Carbonsäuren, die alle eine unterschiedliche Art von Kohlenstoffmolekülen besitzen. Sie haben alle eine sogenannte Carboxygruppe.

Man kann sich die Carboxygruppe im Aufbau von Carbonsäuren wie ein charakteristisches Bauelement vorstellen, dass alle Säuren dieser Art prägt. Gekennzeichnet wird es in einer chemischen Formel mit den Buchstaben -COOH.

Eventuell ist dir die "saure Vorstufe" eine kleine Hilfe. Diese ist die eine Bezeichnung für CBDa. Substanzen sind sauer, wenn sie einen PH-Wert unter 7 aufweisen. Man muss also den sauren Stoff aus der Ursprungsform isolieren, damit man reines CBD gewinnen kann.

Es gibt verschiedene Extraktionsverfahren, die sich in der Qualität des Öles wiedererkennen lassen. Den Vorgang der bei einer solchen Extraktion stattfindet nennt sich Decarboxylierung. Während diesem Prozess wird die Carboxygruppe aus der Carbonsäure entfernt.

Erst dadurch wird CBD (Cannabidiol) aktiviert und kann weiterverarbeitet werden. Also wird das CBDa nur durch die Decarboxylierung in natürlich reines CBD umgewandelt.

Was ist CBDa im Überblick

Was ist eine Decarboxylierung?

In diesem Prozess wird THCa oder CBDa in THC bzw. CBD umgewandelt. Der Unterschied zum THC ist jedoch, dass auch das aktivierte CBD nicht psychoaktiv wirkt. Somit ist der Unterschied zwischen CBDa und CBD nur in der besseren Wirkung erkennbar.

Dieser Vorgang wird bei jedem Extraktionsverfahren durchgeführt. Falls nicht, ist der CBDa Anteil sehr hoch, was darauf hindeutet, dass das CBD Öl von sehr schlechter Qualität ist.

Wie wirkt CBDa auf unseren Körper?

Biochemische Substanzen können nur über eine bestimmte Art und Weise von unserem Körper aufgenommen werden. Verantwortlich dafür sind die Rezeptoren.

Die Aufnahme von Rezeptoren kann man sich vorstellen, wie ein Schlüssel für ein Schloss. Der dafür zuständige Rezeptor nimmt nur die Stoffe an, die auch zu seinem Muster passen. 

Vielleicht weißt du von Cannabinoiden, dass sie zu den sogenannten CB1-Rezeptoren im Gehirn des Menschen passen und zu CB2-Rezeptoren in anderen Teilen unseres Organismus. Die sogenannten Andockstellen haben unter anderem mit unserem Schmerzempfinden zu tun. Dadurch spricht man bei der Anwendung von CBD davon, dass es sich positive auf die Schmerzen auswirken kann.

Cannabinoide haben laut mehreren Studien auch die Eigenschaft Enzyme zu hemmen. Enzyme haben die Aufgabe, im menschlichen Körper bestimmte Reaktionen zu vermitteln und zu fördern

Die Enzyme Cox-1 und Cox-2 stehen vor allem bei Entzündungen im Mittelpunkt. Die Rezeptoren werden durch diese belegt und geben so die Informationen weiter.

Wenn es den Cannabinoiden nun gelingt andere Substanzen von den Rezeptoren zu verdrängen können die Schmerz- und Entzündungskaskaden unterbrochen werden.

CBD und CBDa sind nach neueren Erkenntnissen wahrscheinlich beide in der Lage, an vielen Rezeptoren anzudocken. Das soll insbesondere für die TRPA1- und TRPM8-Rezeptoren gelten. Gerade CBDa kann nach neuesten Erkenntnissen auch auf Cox-1 und Cox-2 einwirken.

CBD und Cannabis Podcast

CBDa ist also wirkungslos?

Man bezeichnet CBDa zwar als inaktiv, jedoch gibt es schon erste Hinweise darauf, dass es positive Wirkungen haben könnte. Leider wurde das Cannabinoid noch zu wenig untersucht, aber die Wissenschaftler haben bereits erste Hinweise. So nimmt man bisher an, dass auch dieser Stoff bereits entzündungshemmende Wirkungsweisen im menschlichen Organismus haben könnte. CBD wurde aber schon besser untersucht und dokumentiert und daher ist es sinnvoll Cannabidiol vorzuziehen.

Gemeinsame Wirkungen CBDa und CBD

Beide Stoffformen wirken auf bestimmte Bindungsstellen in unserem Organismus, die so genannten TRPA1 und TRPM8 Rezeptoren. Somit können wir festhalten, dass beide Formen einen Einfluss auf unser Schmerzempfinden haben. Daher könnte auch CBDa schmerzlindernd und antipsychotisch wirken, ebenso wie es bei CBD der Fall ist. 

Der Unterschied zwischen CBD und CBDa

CBDa (Cannabidiolsäure) ist, wie du oben erfahren hast, eines der dominierenden Cannabinoide aus der Hanfpflanze. Es kommt in den Blüten und Blättern vor und wird durch verschiedene Extraktionsverfahren gewonnen. Im Grunde hat CBDa wenig Wirkung und wird als Vorstufe von CBD bezeichnet. 

Erst nach der Decarboxylierung wird die CBDa Säure zu CBD umgewandelt. Dabei wird die Säure stark erhitzt.

Man kann die beiden Stoffe eigentlich nicht vergleichen, da beide von einandere abgängig sind.

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Julian Böer
Julian Böer

Ich bin Julian und ich bin einer von den drei Geschäftsführern von InstaHaze. Ich schreibe leidenschaftlich Blogs, solange es um interessante Themen geht!:) Bei InstaHaze bin ich für den B2B Vertrieb und Online Marketing verantwortlich.


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