von Pascal Peglow 28.August.2019

Gibt es schon bald Kleidung aus weichen Hanf-Fasern anstatt Baumwolle? Hanf als Ersatz für Kunststoff wird ja bereits seit längerem von z.B. Automobilherstellern genutzt. Seit Anfang des Jahres scheint es so, als müssen wir uns nicht mehr lange gedulden bis wir "Hanf-Kleidung" tragen dürfen.

Die berühmte Modemarke Levi Strauss & Co. (Levi's) hat bereits im März öffentlich bekannt gegeben, dass Kleidung aus weichen Hanf-Fasern/Hanf-Wolle möglich sei. Paul Dillinger (Leiter Innovation) erklärt, dass er bereits in 5 Jahren mit Kleidung aus 100% Hanf-Wolle rechnet.

Was für Vorteile hat Hanf gegenüber Baumwolle?

Hanf benötigt im gesamten Herstellungsprozess bedeutend weniger Wasser und Chemikalien als Baumwolle. Dadurch ist der Anbau wesentlich Nachhaltiger und weniger verschwenderisch als bei klassischer Baumwolle.

Im Gegensatz zur von Natur aus bereits weichen Baumwolle sind die Hanf-Fasern in ihrer Ursprungsform allerdings länger, steifer und gröber. Das macht den Bearbeitungsprozess im ersten Moment komplizierter als den von Baumwolle. Während die Baumwollfasern in einem T-Shirt aus einer weichen Knospe oben auf der Baumwollpflanze stammen sind Hanf-Fasern im langen, festen "Stamm" der Hanfpflanze enthalten.

Es ist also eine Herausforderung die Faser für Kleidung zu verwenden. Paul Dillinger (Levi's) verdeutlicht das in einem schönen Beispiel: "Die Faser will nicht zu etwas weichem gemacht werden. Sie will zu einem festen Seil verarbeitet werden." Allerdings hat Levi's jetzt einen Weg gefunden, die störrische Faser zu einer weichen Wolle zu verarbeiten. Dieser Prozess braucht sogar wesentlich weniger Wasser, als nötig ist, um die Fasern zu einem festen, kunststoffartigen Material zu bearbeiten.

Was das in Zukunft für uns bedeutet

Laut Dillinger ist das Forschungsprojekt für Levi's ein Langzeitprojekt, welches sich noch über die nächsten Jahre erstrecken wird. Das Ziel sei es, auf lange Sicht Hanf-Kleidung fest in das Portfolio der Marke zu übernehmen.

Die Marke will die Qualität der Hanfwolle immer weiter verbessern, bis es möglich sei zumindest die Hälfte der Baumwolle in allen ihrer Produkte dadurch zu ersetzen. Für einige Kleidungsstücke ist es sogar geplant, die Baumwolle vollständig durch Hanfwolle zu ersetzen. In 5 Jahren erwartet Dillinger eine "100%ige Hanfwoll-Kleidung die komplett aus Hanfwolle besteht und sich anfühlt wie Baumwolle".

Warum Baumwolle auf Dauer keine Lösung ist 

Der Bedarf einer Alternative für die Baumwolle wurde erst durch die genaue Betrachtung des Wachstums der Baumwollnachfrage und im Vergleich dazu die verfügbare Menge an Wasser, das für den Anbau und die Verarbeitung von Baumwolle benötigt wird. Auf Dauer wird das zu einem Enpass führen, so Dillinger.

Erst als er einen Blick auf die Forschung in Europa warf kam er auf die Idee, Hanf als Alternative zu verwenden. In vielen Europäischen Ländern war Industriehanf zu diesem Zeitpunkt bereits legal.  

Der Wasserverbrauch in der Produktion von Kleidung ist enorm. Im Schnitt benötigt ein einziges Kleidungsstück ungefähr 3.781 Liter Wasser für die gesamte Produktion. Allein 2.655 Liter davon werden nur für die Herstellung der Baumwollfaser verbraucht. 

In diesem Bereich kann man also extreme Mengen an Wasser sparen. Was das für unsere Umwelt bedeutet liegt auf der Hand.

Wohin uns diese Entwicklung führt werden wir wohl im Laufe der nächsten 3-5 Jahre feststellen. Vielleicht sind bis in 10 Jahren ja alle Kleidungsstücke, die wir tragen vollständig aus Hanfwolle?

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Pascal Peglow
Pascal Peglow

Pascal ist in einer der Gesellschafter von InstaHaze. Seine Aufgabenbereiche sind die Technische Umsetzung und das Design von InstaHaze. Zuvor hat er sich viel mit Online-Marketing befasst und über ein Jahr hinweg erfolgreich die Facebook Werbeanzeigen für verschiedene Unternehmen geschalten und somit im Online-Marketing Erfahrungen gesammelt.


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