von Julian Böer 08.August.2019

Um den Zusammenhang von CBD und dem Körper zu verstehen, ist es wichtig, die Funktion des Endocannabinoid Systems zu verstehen. Das System ist ein fester Bestandteil im menschlichen Körper, welches einige Prozesse reguliert. Es dient beispielsweise als Kommunikationsmittel zwischen Körper und Gehirn.
In diesem Beitrag möchte ich mit dir tiefer in die Materie rutschen und dir einige Zusammenhänge erklären.


Inhaltsverzeichnis:

  1. Das Endocannabinoid System - Einfach erklärt
  2. Was sind Cannabinoid Rezeptoren?
  3. Wie beeinflusst das System unseren Körper?
  4. Was sind Cannabinoide?
  5. Wie können Cannabinoide unseren Körper ins Gleichgewicht bringen?
  6. Wie reagiert dein Körper auf einen Endocannabinoid Mangel?
  7. Häufig gestellte Fragen zum Endocannabinoid System

Das Endocannabinoid System - Einfach erklärt

Als erstes möchte ich kurz den Begriff erklären. "Endo" stammt von dem Wort "Endogen" und bedeutet so viel wie "aus dem Körper entspringend". "Cannabinoid" stammt von den Cannabinoiden der Hanfpflanze und beschreibt die Bausteine, die das ganze System zum Laufen bringen.

Wie ich oben schon beschrieben habe, gilt das Endocannabinoid System als Kommunikationsmittel zwischen Körper und Gehirn. Inzwischen sind schon eine Reihe von Faktoren bekannt, die das System beeinflussen kann.

Das System beeinflusst:

  • Gefühle
  • Stimmung
  • Schmerzwahrnehmung

An dieser Stelle kann man sagen, dass es nicht nur auf die Wirkung von CBD ankommt, sondern auf die Interaktion von exogenen (von außen hinzugeführt) Cannabinoiden und dem Endocannabinoid System (ECS). 
In der Medizin ist das ein völlig neuer Ansatz, der verschiedene Beschwerden in Zusammenspiel mit dem Körper bekämpfen soll.

Um ein wenig genauer auf die Regulierung des ECS einzugehen, es wurde durch Wissenschaftler erforscht, dass es großen Einfluss auf das Immunsystem hat. Es soll die gesamt Regulation und das Gleichgewicht beibehalten und so die Stärke des Immunsystems fördern.

Ein weiterer Wichtiger Punkt ist die Hemmung von Enzymen, die den "Glücksstoff" Anandamid abbauen. Anandamid sorgt im Körper für Wohlbefinden und Glücksgefühle. Wenn unser Cannabinoid-Haushalt in den Keller sinkt, werden Enzyme weniger gehemmt und es kommt zu einem verstärkten Abbau des Anandamids. Daraus folgt Unwohlsein und schlechte Laune.

Das Endocannabinoid System im Überblick

Was sind Cannabinoid Rezeptoren?

Jetzt weißt du schonmal ein wenig über das ECS. Wir gehen nun noch etwas tiefer in die Materie. Die Cannabinoid Rezeptoren befinden sich in unserem ganzen Körper. Man kann sich die Rezeptoren wie Schlösser vorstellen und die Ligandstoffe wie Schlüssel. Bedeutet, nicht jeder Rezeptor im Körper kann jeden Stoff aufnehmen, sondern es muss immer der richtige Schlüssel (Ligandstoffe) zum richtigen Schloss (Rezeptoren).

Ligandstoffe sind sozusagen die Stoffe, die an die Rezeptoren andocken können.

Die wichtigsten Liganden enthalten:

  • Phytocannabinoide
  • Endocannabinoide
  • synthetische Cannabinoide

Außerdem sind die Liganden "lipophil". Das bedeutet, dass sie fettliebend sind. 

Nach jetztigem Stand gibt es zwei Cannabinoid Rezeptoren. Zum einen den CB1 Rezeptoren, der sich hauptsächlich auf Nervenzellen und in deinem Kleinhirn befindet. Und zum anderen den CB2 Rezeptor, der sich hauptsächlich auf Zellen deines Immunsystems und auf Zellen, die für den Knochenaufbau und Abbau zuständig sind, befindet.

CB1 Rezeptoren kommen auch vor im:

  • Herz
  • Lunge
  • Fett
  • Niere
  • Leber
  • Muskulatur

CB2 Rezeptoren kommen auch vor im:

  • Leber
  • Muskulatur
  • Knochen
  • Darm
  • Blutzellen

Die CB1 Rezeptoren werden meistens mit dem psychoaktiven Wirkstoff THC in Verbindung gebracht, da er hier seine Wirkung entfaltet. 

Wie beeinflusst das System unseren Körper?

Wie du inzwischen schon erfahren hast, sitzen die Rezeptoren überall in unserem Körper und können so natürlich schnell und effektiv Informationen verarbeiten.

Wie unser Körper auf Reize reagiert und wie wir diese verarbeiten hängt vor allem mit dem Gleichgewicht des Endocannabinoid Systems zusammen. Man spricht hier von einer ausgeglichenen CB1 und CB2 Aktivität. Wenn beispielsweise der CB1 Rezeptor eine erhöhte Aktivität aufweist werden zum einen beispielsweise Stress, Angstzuständen, Paranoia und Appetitzunahme verstärkt wahrgenommen. Zum anderen gilt eine verringerte Neigung zu Übelkeit/Brechreiz sowie Schmerzen und einer verbesserten Immunüberwachung.

Bei einer erhöhten CB2 Aktivität konnten Wissenschaftler erkennen, dass Entzündungen und Gewebeschäden zurückgehen, sowie eine Verbesserungen in den Bereichen Stoffwechselgesundheit, Insulinsignalisierung feststellen.

Einige Wissenschaftler konzentrieren sich momentan darauf den Prozess von CB1 und CB2 Rezeptoren zu optimieren. Wie wollen sie das angehen? Ganz einfach. Sie wollen CB1 Blocker testen, die so die Dominanz der CB2 Rezeptoren verstärkt.

Ob das eine gute Idee ist weiß man noch nicht genau. Da man von einem Gleichgewicht der Rezeptoren spricht bin ich der Meinung, dass man keine Blocker verwenden sollte.

Endocannabinoid System erklärt

Was sind Cannabinoide?

Unter Cannabinoiden versteht man die "Teilnehmer", die als Molekühle an die Rezeptoren andocken. Sie sind die Überträgerstoffe des Körpers. Doch was ist CBD?

Vorhin hatten wir kurz über endogen und exogen gesprochen. Dadurch lassen sich die Cannabinoide nochmal runterbrechen und unterscheiden.

Endogene Cannabinoide: 
Sind Neurotransmitter, die im Körper selbst produziert werden (Endogen). Man bezeichnet Endocannabinoide auch temporäre Neurotransmitter, da diese nicht im Körper gespeichert werden. Unser Organismus bezieht sie nur, wenn er sie wirklich dringend benötigt. Nachdem sie nicht mehr gebraucht werden, werden sie von Enzymen wieder abgebaut.

Exogene Cannabinoide:
Sind Neurotransmitter, die von außen zugeführt werden (Exogen). Diese kommen in der Hanfpflanze oder zum Beispiel in der Flachs Pflanze vor. Die bekanntesten sind THC (Tetrahydrocannabiol) und CBD (Cannabidiol). Sie haben Auswirkung auf unseren Körper und Geist.

Fakt: Cannabinoide kommen nicht nur in der Hanfpflanze vor, sondern auch in der Flachs Pflanze oder in schwarzem Pfeffer befinden sich Cannabinoide.

Metabolische Enzyme

Da die Endocannabinoide vom Körper verwendet werden, muss es etwas geben, was diese anschließend abbaut. Genau diese Aufgabe hat das Stoffwechselenzym. Es baut die Endocannabinoide nach Verwendung ab. Die beiden Hauptenzyme sind MAGL für den Abbau von Doppel-AG und FAAH für den Abbau von Anandamid. Sie stellen sicher, dass Endocannabinoide immer dann eingesetzt werden, wenn sie benötigt werden, jedoch nicht länger als notwendig. Aus diesem Grund sind Endocannabinoide ganz anders als die anderen molekularen Signale wie klassische Neurotransmitter und Hormone. Diese Signale bleiben aber länger bestehen.

Wie können Cannabinoide unseren Körper ins Gleichgewicht bringen?

Wenn Cannabinoide oder Endocannabinoide an die Rezeptoren andocken, werden Informationen weitergeleitet, wie diese auf den Körper wirken sollen. 

Eines der frühsten Cannabinoide war Anandamid. Oben habe ich es kurz erwähnt. Es sorgt für dein Wohlbefinden und für ein gutes Gefühl. Wie du dir jetzt ableiten kannst, erhöht eine stärkere Bindung von Anandamid an die Rezeptoren dein Wohlbefinden. Wissenschaftler haben schon einige Empfindungen genauer erforscht, die von Endocannabinoiden beeinflusst werden.

Diese Empfindungen werden beeinflusst:

  • Stress
  • Schlaf
  • Schmerz-Empfinden
  • Muskulatur
  • Innendruck der Augen
  • Appetitgefühl
  • Verdauung
  • Bildung und Linderung von Entzündungen
  • Motivation
  • Wohlbefinden

Wie reagiert dein Körper auf einen Endocannabinoid Mangel?

Durch einen Endocannabinoid Mangel können die Empfindungen stark beeinflusst werden. Da das Endocannabinoid System eine Vielzahl an Prozessen beeinflusst, ist es wichtig seinen Cannabinoid Haushalt aufrecht zu erhalten.

Diese Beschwerden können auftreten:

  • Depressionen
  • Negativer Gemütszustand
  • Immunsuppression (Unterdrückung der Immunreaktion)
  • Entzündungen
  • Herz-Kreislauf Probleme
  • Diabetes
  • Übergewicht

Tipp: Achte stets auf einen ausgeglichenen Cannabinoid Haushalt und kümmere dich um deine Ernährung. Eine ausgeglichene Ernährung kann Wunder wirken.

Häufig gestellte Fragen zum Endocannabinoid System

Ich möchte zum Schluss noch auf häufig gestellte Fragen eingehen. Ich kann verstehen, dass sich viele Fragen auftun. Das System ist nicht ganz leicht zu verstehen. Falls du zusätzlich Fragen hast, kannst du dich gerne an uns wenden.

Was bewirkt CBD im Endocannabinoid System?

Ist in deinem Körper CBD enthalten, dockt dieses wie ein Schlüssel an die CB1- und CB2-Rezeptoren, die anschließend aktiviert werden. Somit wird das ganze Endocannabinoid-System in Gang gesetzt und kann dort wirken, wo es gebraucht wird.

Welche Signalmoleküle gibt es?

Es gibt zwei Signalmoleküle. Zum einen das AEA Molekül und zum anderen das 2-AG Molekül. Sie dienen, wie der Name schon sagt, zur Signalübertragung.

Brauche ich exogene Cannabinoide, wenn mein Körper genug Endocannabinoide produziert?

Es gibt sicherlich Menschen, die ein sehr guten Ausgleich im Endocannabinoid System haben. Sie sollten sich von Grund auf besser fühlen. Allerdings kann man trotzdem zusätzlich exogene Cannabinoide verwenden. Der Grund dafür ist, dass die Enzyme noch mehr gehemmt werden. Daraus folgt, dass mehr Anandamid im Körper vertreten ist.

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Julian Böer
Julian Böer

Ich bin Julian und ich bin einer von den drei Geschäftsführern von InstaHaze. Ich schreibe leidenschaftlich Blogs, solange es um interessante Themen geht!:) Bei InstaHaze bin ich für den B2B Vertrieb und Online Marketing verantwortlich.


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