von Julian Böer 09.April.2020

Der Körper hat ein eigenes Endocannabinoid System, zu denen auch die Cannabinoid Rezeptoren zählen. Diese sind im Körper angeordnet und interagieren mit den vom Körper selbst hergestellten, wie auch mit den von außen zugeführten, Cannabinoiden, den Phytocannabinoiden. Bis jetzt weiß man sicher nicht alles über das körpereigne Endocannabinoid-System, jedoch ist den Wissenschaftlern klar, dass die Cannabinoid Rezeptoren CB1 und CB2 mit dem Körper interagieren und diesen beeinflussen können.


Inhaltsverzeichnis:

  1. Was sind Cannabinoid Rezeptoren
  2. Was ist der CB1 Rezeptor
  3. Was ist der CB2 Rezeptor
  4. Wofür sind die Rezeptoren zuständig?
  5. Wie wurden die Cannabinoid Rezeptoren entdeckt?
  6. Endocannabinoide
  7. Exogene Cannabinoide

Was sind Cannabinoid Rezeptoren?

Unsere menschlicher Körper ist ziemlich komplex und bietet einige Überraschungen. So wurde herausgefunden, das wir körpereigene Cannabinoide (Endocannabinoide) produzieren. Diese binden an unser Endocannabinoid System und entfalten ihre Wirkung.

Wenn wir also exogene (von außen hinzugeführte) Cannabinoide aufnehmen, binden diese ebenfalls an das körpereigene Endocannabinoid System und entfalten ihre Wirkung. Wie man also erkennen kann, sind die Phytocannabinoide der Hanfpflanze kein Fremdstoff.

Was ist der CB1 Rezeptor

Wie du bereits erkennen kannst, gibt es zwei verschiedene Rezeptoren in unserem Organismus, die für die Verarbeitung von Cannabinoiden zuständig sind. Ich möchte nun mehr auf den CB1 Rezeptor eingehen.

Man findet die CB1 Rezeptoren überwiegend im zentralen Nervensystem. Dort haben sie eine wichtige Aufgabe. Sie balancieren die Über- oder Unteraktivität der Neurotransmitter im Gehirn aus.

Beispiele für Neurotransmitter (Botenstoffe):

  • Serotonin
  • Dopamin
  • Glutamat
  • Noradrenalin

Erst 1990 wurden die Rezeptoren entdeckt und es wurde herausgefunden, dass sie nicht nur im Gehirn sitzen, sondern auch in allen anderen Organen. Der CB1 Rezeptor bindet vor allem THC an sich und ist für das Gedächtnis, die Stimmung, den Appetit, den Schlaf wie auch die Schmerzen verantwortlich.

Die Cannabinoid Rezeptoren erklärt

Was ist der CB2 Rezeptor

Die CB2 Rezeptoren haben eine andere Aufgabe. Sie sind überwiegend auf den Zellen des Immunsystems zu finden. Es wurde herausgefunden, dass die Rezeptoren an dem Knochenaufbau (Osteoblasten) und am Knochenabbau (Osteoklasten) beteiligt sind.

Die CB2 Rezeptoren wurden erst 1993 entdeckt. Man fand heraus, dass sie mehr in den Organen zu finden sind, unter anderem auch im Magen-Darm-System

Die Rezeptoren kümmern sich im Körper eher um Entzündungen, und darum diese zu hemmen. Entzündungen sind an sich nichts schlechtes, da es eine Schutzfunktion des Körpers ist. Manchmal meint es der Körper allerdings zu gut mit uns und die Entzündung breitet sich schnell aus. 

Über einen noch ungeklärten Mechanismus kann das Cannabinoid CBD deren Aktivität aber auch blockieren.

Wofür sind die Rezeptoren zuständig?

Das Endocannabinoid System besitzt mehrere Bestandteile, welche alle eine Funktion haben. Die Cannabinoid Rezeptoren sind hierbei die "ausführenden" Aktionspunkte. Sie sitzen überall im Körper (Gehirn, Nervenzellen) und können verschiedene Botenstoffe stimulieren. Diese haben dann Auswirkungen auf Schmerzen, Schlaf und das allgemeine Wohlbefinden.

Das besondere an dem Endocannabinoid System ist, dass der Körper selbst Endocannabinoide produziert. Somit reagiert er auch so gut auf von außen hinzugeführte Cannabinoide. Wenn der Körper beispielsweise nicht ausgeglichen ist, produziert er weniger. Dies heißt, dass dann Cannabinoide von außen zugeführt werden müssen, sodass die Rezeptoren mit ausreichend Cannabinoiden versorgt werden und Prozesse im Körper so reguliert bzw. harmonisiert werden können.

Wie wurden die Cannabinoid Rezeptoren entdeckt?

Die Reise begann in Amerika. Dort gelang es erstmals einem Wissenschaftler das Cannabinoid, Cannabidiol (CBD) zu isolieren. So passierte das selbe auch mit  THC (Tetrahydrocannabinol) in Israel.

Damals ging man zunächst davon aus, dass THC genauso wie Alkohol keine Bindungstelle im Körper hat. Das heißt die Gedanken an einen Cannabinoid Rezeptor wurde erstmal verschmäht. 

Später dann gelang es Wissenschaftlern die Rezeptoren zu entschlüsseln und diese nachzuweisen. Im Jahr 1992 isolierten dann Forscher erstmals eine Substanz aus Schweinehirnen, die an den CB1 bindet. Hierbei handelt es sich um das N- Arachidonylethanolamid (AEA), das ein Kondensationsprodukt aus Ethanolamin und Arachidonsäure ist. Man kennt es heute unter dem Name Anandamid.

In den folgenden Jahren wurden immer mehr Cannabinoide aufgedeckt und entschlüsselt. Die Reise der Cannabinoid Rezeptoren begann.

Der Podcast über CBD und Cannabis

Endocannabinoide

Wie du nun schon erfahren hast, kann unser Körper eigene Endocannabinoide herstellen. Diese bestehen aus Körperfettsäuren, wie zum Beispiel Omega 3.

Wichtige Endocannabinoide:

Unser Körper produzier mehrere Endocannabinoide. Ich möchte im folgenden auf die wichtigsten eingehen und sie dir erklären.

Anandamid: 

Das erste Cannabinoid, dass entdeckt wurde war Anandamid. Die Wissenschaftler wählten den Namen "Ananda", welcher so viel bedeutet wie Glückseligkeit. Cannabinoide haben alle verschiedene Funktionen. Anandamid hat die Aufgabe Appettit und Schmerz zu regulieren.

2-Arachidonylglycerol:

Dieses Endocannabinoid ist vor allem in Lunge, Niere, Leber, Gehirn und Milz vertreten. Es wirkt an beiden Rezeptoren (CB1 und CB2).

Man kann Endocannabinoide schon als temporäre Neurotransmitter bezeichen. Sie werden erst synthetisiert, wenn der Körper sie wirklich braucht. Das System ist an sich noch ziemlich wenig erforscht und es bedarf noch einiger Forschungsarbeiten.

Allerdings gibt es Wissenschaftler, die davon überzeugt sind, dass wenn das Endocannabinoid System in ein Ungleichgewicht gerät, dies Auswirkungen auf den ganzen Körper und das Wohlbefinden haben kann.

Exogenen Cannabinoide

Endogen und Exogen sind zwei Begriff, die häufig im Bezug auf das Endocannabinoid System fallen. Endogen bedeutet soviel wie "körpereigen". Exogen bedeutet so viel wie "von außen".

Exogene Cannabinoide sind zum Beispiel CBD oder THC. Sie interagieren ebenfalls mit den CB1 und CB2 Rezeptoren und haben Auswirkungen auf unser Endocannabinoid System.

Hier ein kleiner Überblick:

CBD: CBD ist das legale Cannabinoid, welches keinerlei psychoaktive Wirkungen hat. Außerdem gilt es vor allem als Hemmstoff, damit der Abbau von Anandamid verringert bzw. verhindert wird.

THC: Dieses Cannabinoid ist in Deutschland illegal und hat eine psychoaktive Wirkung. Es dockt hauptsächlich an den CB1 Rezeptor an und wird häufig gegen Schmerze, Appetitlosigkeit, Asthma verwendet.

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Julian Böer
Julian Böer

Ich bin Julian und ich bin einer von den drei Geschäftsführern von InstaHaze. Ich schreibe leidenschaftlich Blogs, solange es um interessante Themen geht!:) Bei InstaHaze bin ich für den B2B Vertrieb und Online Marketing verantwortlich.


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