17. Juni 2019

Der Wirkstoff CBD ist inzwischen fast allen von uns ein gängiger Begriff. Es ist bekannt für seine gesundheitsfördernden Eigenschaften. Das Cannabidiol bewirkt eine entspannende Wirkung mit gewissen Heilprozessen ohne die unerwünschten Rauschwirkungen des anderen bekannten Cannabinoids THC (auch Tetrahydrocannabinol genannt) zu erzeugen.

Wenn man sich etwas genauer informiert, fällt oft auch der Begriff CBDa. Dies ist eigentlich nur der ursprüngliche Stoff, bevor CBD entsteht. In wissenschaftlichen Studien ist oft die Rede darüber.

In diesem Artikel geht es darum, was genau die Stoffe bedeuten, und warum sie in Zukunft sicher interessant sein könnten. Natürlich gehen wir auch auf die Unterschiede von CBD und CBDa ein.

Die Extraktion aus den Hanfblättern

Um überhaupt mal in die Richtung der CBD Gewinnung zu kommen, muss man bei der Pflanze an sich anfangen. Üblicherweise baut man den THC armen Nutzhanf an. Dieser kann für viele Zwecke verwendet werden und somit nicht nur zur Herstellung von Ölen und Aromablüten. Beispielsweise kann man daraus Kleidung, Seile oder sonstiges Utensilien herstellen. Die Pflanze ist ein wahrer Alleskönner.

Biochemisch betrachtet, handelt sich um eine sogenannte Carbonsäure. Carbonsäuren sind in der Natur weit verbreitete organische Verbindungen. Dir sind sicher Ameisen bekannt. Die Ameisensäure zählt auch zu der Familie der Carbonsäuren.

Es gibt verschieden Carbonsäuren, die alle eine unterschiedliche Art von Kohlenstoffmolekülen besitzen. Sie haben alle eine sogenannte Carboxygruppe.

Man kann sich die Carboxygruppe im Aufbau von Carbonsäuren wie eine charakteristisches Bauelement vorstellen, dass alle Säuren dieser Art prägt. Gekennzeichnet wird es in einer chemischen Formel mit den Buchstaben -COOH.

Eventuell ist dir die "saure Vorstufe" eine kleine Hilfe. Diese ist die eine Bezeichnung für CBDa. Substanzen sind sauer, wenn sie einen PH-Wert unter 7 aufweisen. Man muss also den sauren Stoff aus der Ursprungsform isolieren, damit man reines CBD gewinnen kann.

Es gibt verschieden Extraktionsverfahren, die sich in der Qualität des Öls wieder erkennen lassen. Decarboxylierung ist der Vorgang der dabei vorgeht. Während diesem Prozess wird die Carboxygruppe aus der Carbonsäure entfernt.

Erst dadurch wird Cannabidiol aktiviert und kann weiterverarbeitet werden.
Ein weiterer wichtiger Punkt, der oft übersehen wird ist, dass CBD und CBDa Angst reduzieren und solche Schübe verschwinden lassen. Dies wurde in einer Studie belegt.

Wo nimmt der Körper die Wirkstoffe auf?

Biochemische Substanzen können nur über eine bestimmte Art und Weise von unserem Körper aufgenommen werden. Verantwortlich dafür sind die Rezeptoren.

Die Aufnahme von Rezeptoren kann man sich vorstellen, wie ein Schlüssel für ein Schloss. Der dafür zuständige Rezeptor nimmt nur die Stoffe an, die auch zu seinem Muster passen. 

Vielleicht weißt du von Cannabinoiden, dass sie zu den sogenannten CB1-Rezeptoren im Gehirn des Menschen passen und zu CB2-Rezeptoren in anderen Teilen unseres Organismus. Die sogenannten Andockstellen haben unter anderem mit unserem Schmerzempfinden zu tun. Dadurch spricht man bei dem Konsum von CBD auch oft von Schmerzlinderung in jeglichen Formen.

Cannabinoide haben laut mehreren Studien auch die Eigenschaft Enzyme zu hemmen. Enzyme haben die Aufgabe, im menschlichen Körper bestimmte Reaktionen zu vermitteln und zu fördern. 

Die Enzyme Cox-1 und Cox-2 stehen vor allem bei Entzündungend im Mittelpunkt. Die Rezeptoren werden durch diese belegt und geben so die Informationen weiter.

Wenn es die Cannabidiolen nun gelingt andere Substanzen von den Rezeptoren zu verdrängen können die  Schmerz- und Entzündungskaskaden unterbrochen werden.

CBD und seine Ur-Form sind nach neueren Erkenntnissen wahrscheinlich beide in der Lage, an vielen Rezeptoren anzudocken. Das soll insbesondere für die TRPA1- und TRPM8-Rezeptoren gelten. Gerade die Cannabidiol Vorstufe kann nach neuesten Erkenntnissen auch auf Cox-1 und Cox-2 einwirken.

Gemeinsame Wirkungen CBDa und CBD

Beide Stoffformen wirken auf bestimmte Bindungsstellen in unserem Organismus, die so genannten TRPA1 und TRPM8 Rezeptoren. Somit können wir festhalten, dass beide Formen einen Einfluss auf unser Schmerzempfinden haben. Daher wirkt auch das CBDa schmerzlindernd und antipsychotisch, ebenso wie es bei CBD der Fall ist. Auch besitzt CBDa das Potenzial, Krebszellen unschädlich zu machen, wobei die Wirkung im Vergleich zum CBD weit geringer ist. Beide Wirkstoffe können das Zusammenziehen, bzw. die Kontraktionen im Darm, beeinflussen. Ein ebenso gemeinsamer Effekt ist bei den Serotonin-Rezeptoren zu finden, denn auch dort wirkt CBDa und CBD hemmend, sodass eine angstlösende Wirkung eintreten kann. Und auch in Sachen Entzündungen können beide Stoffe wirken.

Auch Übelkeit und Erbrechen kann von beiden Formen gelindert werden. Ein entscheidender Vorteil also, wenn es beispielsweise um die Nebenwirkungen einer Chemotherapie geht. 

Fazit: Eigens Potential

Das CBDa hat also ein ganz anderes Wirkungsspektrum. Den kleinen Unterschied macht hier also doch das "a". Hier sind in Zukunft nach Abschluss weiterer Studien interessante Anwendungsmöglichkeiten zu erwarten.

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Hinweis: In diesem Artikel berichten wir über rezeptpflichtiges Cannabis, rezeptpflichtiges CBD oder freiverkäufliches bzw. legales CBD. Dieser Artikel macht zur möglichen Zweckbestimmung keinerlei Vorschlag und dient lediglich der Aufklärung und Informationsweitergabe. Heil- und Nutzversprechen werden ausgeschlossen.


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