von Pascal Peglow 31. August 2019

Eine sehr interessante Entwicklung hat in Italien in den letzten Jahren stattgefunden. Durch ein neues Gesetz hat der Italienische Staat quasi aus versehen den Verkauf von CBD-Produkten erlaubt. Innerhalb kurzer Zeit hat dies zu einer sehr entscheidenden Wendung geführt.

Wie und wieso wurde CBD in Italien legal?

Vor nicht allzu langer Zeit, 2016, hat Italien in seinem Land den Industriehanf legalisiert. Sofern die Pflanzen unter 0,2% THC haben (ähnlich wie in Deutschland) durften Bauern ab sofort Pflanzen der Sorte "Cannabis sativa" anbauen und auch verkaufen. 

Es hat nicht lange gedauert, bis in nahezu der gesamten Region etwa 2000 Unternehmen aus dem Boden gestampft wurden und sage und schreibe 4000 Hektar Hanf anbauten.

Im Laufe der kommenden Monate war das Land vollkommen "überschwemmt" von Hanf und hat sich dementsprechend mehr und mehr mit der Pflanze befasst, da auf einmal überall Hanf auf den Feldern zu sehen war. Daraus resultierte, dass sich speziell das Cannabis mit hohem CBD-Anteil schnell zu einer Art Do-It-Yourself-Medizin wurde. Da das Cannabinoid laut Studien bei unzähligen Krankheitsbildern und Beschwerden helfen kann kauften anschließend immer weniger Italiener "normale" Arzneimittel in der Apotheke. 

Diese extreme Entwicklung war so offensichtlich, dass selbst Forscher aus anderen Ländern darauf aufmerksam wurden und setzten eine Studie auf.
Ganz spezifisch hat diese Studie eine Forschergruppe der York University (Großbritannien) diese Studie durchgeführt und vor kurzem auch die Ergebnisse veröffentlicht. Ziel dieser Studie war es, herauszufinden, ob und wie die Legalisierung von CBD einen Einfluss auf den Konsum von Arzneimitteln hat.

Wo es CBD als Alternative gab, sank die Anzahl der Rezepte für Opiate, Beruhigungsmittel, Anxiolytika, Antiepileptika, Migränemedikamente, Antipsychotika und Antidepressiva

Die Ergebnisse der Studie

Die Studienergebnisse zeigen den genauen prozentualen Anteil, um den der Konsum der jeweiligen Medikamente zurückgegangen ist. Das Ergebnis ist verblüffend:

  1. Es wurden 4,8% weniger Antipsychotika genutzt
  2. 10% weniger Beruhigungsmittel konsumiert
  3. Die verschriebenen Anxiolytika (Behandlung/Vorbeugung von Angstzuständen) hat sich sogar um 11,4% verringert

Gerade bei den Beschwerden, bei denen das Cannabinoid CBD bereits als klinisch wirksam anerkannt ist beobachteten die Forscher die größten Unterschiede. Bei Medikamenten zur Behandlung von Angst und Psychosen ist der Konsum am meisten zurückgegangen.

Das ist nicht alles: die Forscher erwähnen, dass in dieser Studie der Rückgang des Arzneimittelverbrauchs geringer als in vergleichbaren Studien. Das liege daran, dass Patienten, die bereits mit Cannabis (THC) behandelt wurden, den Einsatz von Arzneimitteln oft um bis zu 20% reduzieren konnten.

Außerdem muss man bei dieser Studie auch beachten, dass in Italien nur Cannabis mit sehr niedrigem THC Gehalt legal war, obwohl THC bei der Behandlung von z.B. Schmerzen oder Schlaflosigkeit wesentlich Effektiver als CBD ist.

Die Reaktion der Italienischen Behörden

Leider hat der italienische Gerichtshof dieser (eigentlich positiven) Entwicklung ein sehr abruptes Ende gesetzt. Im Mai 2019 beschloss er, dass der Verkauf von Cannabis sativa Derivaten fortan durch den gerichtlichen Beschluss illegal sei. Absolut alles wurde konsequent wieder verboten. CBD Öle, Harze, Knospen und Hanf-Blätter waren also wieder illegal.

Die einzige Ausnahme sind bei diesem Gesetz  einige ausgewählte Sorten, die für den landwirtschaftlichen Gedacht sind dürfen noch verkauft werden. So will der Staat den italienischen Landwirten ermöglichen, Industrie-Hanf anzubauen.

Die Entscheidung des Gerichtshofes wird als kontrovers gesehen, da der Glaube an die Wirkung von CBD dennoch so groß ist.

Ein italienischer Geschäftsmann hat daraufhin öffentlich bekannt gegeben, dass er bereits eine Sammelklage gegen das Urteil plant. Seine Aussage dazu:

"Es wirkt, als wolle man gegen den Alkoholismus vorgehen wollen, indem man alkoholfreies Bier illegalisiert"

Was man von dieser Entscheidung des Gerichts halten soll, muss man selbst wissen. Fraglich bleibt dabei der Grund, weshalb so entschieden wurde. 

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Pascal Peglow
Pascal Peglow

Pascal ist in einer der Gesellschafter von InstaHaze. Seine Aufgabenbereiche sind die Technische Umsetzung und das Design von InstaHaze. Zuvor hat er sich viel mit Online-Marketing befasst und über ein Jahr hinweg erfolgreich die Facebook Werbeanzeigen für verschiedene Unternehmen geschalten und somit im Online-Marketing Erfahrungen gesammelt.



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